Wie Trauer, Beileid und Mitgefühl in Worten ausdrücken?

Trauerlyrik 12: Trauer - Zitate und Beileidstexte für die Kondolenzpost.

An meinen geliebten Vater

Ein Vater liebt - ohne viel Worte
Ein Vater hilft - ohne viel Worte
Ein Vater versteht - ohne viel Worte
Ein Vater geht - ohne viel Worte,
und hinterlässt eine Leere,
die in Worten keiner auszudrücken vermag.

Günther Kuhlen

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Wenn der Nebel des Vergessens die Seele einhüllt,
jeden klaren Gedanken im Keim erstickt,
wenn das Leben nicht mehr lebenswert,
die Freude am Dasein nur noch ein Schatten ist,
so ist der Abschied noch immer ein Abschied mit Tränen,
doch sind diese keine Tränen der Tauer -
es sind Wunschtränen!
Eine jede von ihnen beinhaltet den Wunsch,
sich an Deine Sonnenzeiten zu erinnern -
an Zeiten, als der Nebel noch Illusion
und Du noch von einem Strahlen umgeben warst -
und nun wieder bist!

Kirsten Klemp

Bliew still un ruhig un rohr blots nich!

Ick bün nich bi di, doch ganz un gor verlat ick di nich.
Ick bün de Wind öwer de See un öwer dat Land
Ick bün de Rägen, de Snei un dat Ies.
Ick bün all dat, wat di vertrugt is un bekannt.
Ick bün bi di - up anner Oort un Wies.
Ick bün de Sän'n, ick bün de Maand.
Ick bün ein Stiern so hell un klor.
Ick bün de Leiw, de in di wahnt.
Ick bün dien Erinn'rung - dat bliwwt wohr.
Sitt nu nich hier un rohr di nich de Oogen rot!
Ick bün jetzt nich bi di - in dien Harten öwer nie nich dot.

Wolfgang Ohlhorst

Lebensreise

Das Leben: eine abenteuerliche, lange Reise.
Weggefährten kreuzen täglich unseren Schritt.
Bedenke also Richtungswechsel weise,
und nimm nicht zu viel Tand und Trödel mit.
Denn nicht wie wir gereist sind zählt
sondern das Ziel, das wir dafür gewählt.

Auf eines jeden Reise durch sein Leben
ist niemals nur der Weg das Ziel.
Die Strecke: lang - und längst nicht immer eben;
doch eins ist klar: Das Ziel bleibt immer auch das Ziel!
Drum orientiere dich; schau, wo es lohnt!
...und ob auch irgendwo Erfüllung innewohnt!

Sibylle Bamberger aus "Frankfurter Bibliothek des zeitgenössischen Gedichts", 2012

Wer würde Freude kennen, wenn es nicht Leid gäbe.
Wer wüsste was vom Glück, ohne die Trauer zu kennen.
Wohlbefinden gibt es nur, wenn man den Schmerz erlebt hat.
So gehört das Eine zum Anderen, wie Leben und Tod.
Verstehen tun wir es nicht,
jedoch hoffen wir immer auf das bessere Andere.

Ernst Eberle

Alle Plätze leer

Ich sehne mir ein Loch ins Herz
ich sehne mich nach dir
ich sehne dich so sehr herbei
ich sehne dich zu mir

Ich sehne nach dem Gestern mich
sehn mich nach deiner Art
an deinen Platz ersehn ich dich
ein Sehnen heiß und zart

Ich sehne uns im Sommerlicht
ich sehne uns bei Nacht
in Schnee und Regen sehn ich dich
sehn dich in meinen Tag

Ich leide Sehnsucht, leide wild
ich sehne unter Schmerz
ich sehn herbei dein lichtes Bild
ins Sehnsuchtsloch im Herz

Ich sehne mir ein Loch ins Herz
das Sehnen hört nicht auf
ich lenk mein Sehnen himmelwärts
und weiß du sehnst dich auch

Sabine Ludwigs

Seelenkind

Erloschen ist dein Leben
ich würde alles geben
wärst du noch hier bei mir
Mein Herz schlägt nicht wie meines
klopft traurig ohne deines
es sehnet sich so sehr nach dir

Ich such in Wolkenferne
find Sonne, Mond und Sterne
dich seh ich nicht, mein Kind
Doch spüre ich dein Warten
in jenem Himmelsgarten
wo all die Seelenkinder sind

Sabine Ludwigs

Die Mutter war's,
es fällt so schwer.
Der Mensch der Güte,
er ist nicht mehr.
Die letzte Kraft hat Dich verlassen,
Du hast Dich auf den Weg gemacht.
Wir können es noch nicht erfassen,
was Dein Tod für Schmerz gebracht.
Doch ruh nun sanft in Deinem Grab,
Du guter Mensch, der soviel Liebe gab.