Wie Trauer, Beileid und Mitgefühl in Worten ausdrücken?

Trauerlyrik 7: Beileidsspruch z.B. für eine Zeitungsanzeige im Todesfall?

Denk an dich
und seh dein liebes Gesicht
denk an dich
vergess dich nicht

Hast all den Schmerz jetzt hinter dir
bin in Gedanken bei dir
bist jetzt gut aufgehoben
wir sehen uns irgendwann da oben.

Andrea Pilz

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Die Seele trat Ihre Reise an,
als wir uns noch an den Händen hielten;

Frieden, Stille - kein Geräusch,
eingehüllt im Nebel;

Der Abschiedsschmerz unbeschreiblich,
keine Vorbereitung darauf gerecht;

Zart, zerbrechlich wie Porzellan,
endlich befreit von Schmerz und Pein;

Dein herzhaftes Lachen verstummt;
unser unsichtbarer Bund verloren?

Noch die Herzen gefüllt mit Liebe und Trauer
Und lässt uns doch hier nun allein;

Du musstest gehen,
doch nicht weg von uns,
sondern nur voraus;

Unsere Liebe nimmst du mit,
Deine tragen wir in unseren Herzen;

Petra Schild

Für Franziska

Ich sah eine Windmühle, ein starker Wind blies,
und die Flügel drehten sich.
Dann ließ der Wind nach,
und die Flügel hörten auf, sich zu drehen.

Du bist wie ein Buch das ich nie gelesen,
wie ein Lied das ich nie gehört.
Du bist ein Abenteuer welches ich nicht bestritten.
Nun bist Du unerreichbar und doch tief in meinem Herz.

Jan Bredohl

Du siehst zu, wie die Liebe stirbt an einem Tag.
Siehst zu, wie Tränen zu Pfützen werden und wie einfach nichts geschieht.
Es nervt und ich hab' Angst.
Du siehst zu, wie Deine Freunde sterben und
wie Du zerplatzt vor Stolz und immer nur so tun als ob.
Es nervt und ich hab' Angst.
Du siehst zu, wie der Tag vergeht und die Nacht die nur Sehnsucht bringt.
Ich töte Dich, ich töte mich, ich umarme Dich, ich liebe Dich...

Jan Bredohl

An meinen Opa

Schlimmen Traum hab ich geträumt,
und wollte schnell erwachen.

Doch sah ich dann, es war kein Traum,
nur Tränen und kein Lachen.

Die Zukunft scheint mir ohne Dich
ganz ohne Sinn und Freude.

Gestern warst Du noch bei uns,
gegangen bist Du heute.

Nun da Du nicht mehr bei mir bist,
umgibt mich grauer Nebel.

In meinem wunden Herz jedoch,
da wirst Du weiterleben.

Cindy Tschök

Schweigen so erdrückend.
Tränen sind versteckt.
Glaube existiert nicht.
Passiert sein kann es nicht.

Mein Blick schweift hinüber.
Jener Stuhl er bleibt nun leer.
Dieser Platz es war der deine.
Das Gewesene, bleibt es hier?

Möchte halten, das Lachen deines Wesen's
- ist so schwer, will nicht gelingen.
Die Trauer verschleiert alles und Tränen fließen
- deines verlorenen Lebens.

Alexandra Loehrke

Der Brief

Steht nicht weinend an meinem Grab
Ich lieg nicht hier in tiefem Schlaf
Ich bin der Wind, der immer weht
Die Sonne, die hoch am Himmel steht
Der Regen, der auf dich fällt
Der Mond, der deine Nacht erhellt

Ich bin die Lieder, die wir gerne hörten
Meine Macken, die dich fast nie störten
Der Wein, den wir gern getrunken
Meine Sprüche, tief im Schlaf versunken
Und fühlst du dich mies mal irgendwann
Bin ich die Erde, die dich dann ertragen kann

Ich bin die Zigaretten, die wir zusammen rauchten
Die Träume, die wir aneinander verbrauchten
Die Tage, die wir zusammen verbrachten
Die Nächte, die wir zu Tagen machten
Die Freude, die aus deinen Augen spricht
Die Worte, hier in diesem Gedicht

Ich bin die Freundin, die immer zu dir steht
Die dir manchmal zeigt wie's weitergeht
Ich bin das Feuer, das stets in dir brennt
Bin die, die dich tief drinnen kennt
Ich bin im Herz - ich geh nie fort
Ihr seid mein Himmel - er ist kein Ort

Steht nicht weinend an meinem Grab
Ich lieg nicht dort, weil ich nie starb

Melanie Burghardt

Du bist von uns gegangen
letzte Nacht
vorbei das Bangen
die Hoffnung lebt ganz sacht
auf ein Wiedersehen
an einem besseren Ort
lass es dir gut gehen
wir sehen einander dort.

S.B.